Geocaching Ausrüstung Teil 1


GPS - Gerät

Eines der wichtigsten Utensilien beim Geocaching ist das GPS Gerät oder ein GPS fähiges Smartphone mit einer passenden App. Wer Geocaching erst einmal ausprobieren möchte, um zu sehen ob einem das Hobby gefällt, der kann auch ohne GPS Gerät fündig werden. In diesem Fall kann man mit Hilfe von Google Maps einfach Geocaches finden, indem man die Koordinaten dort einträgt und auf der Karte schaut, wo gesucht werden muss. So habe ich damals auch begonnen. :-)

Aber spätestens nach den ersten Funden bricht das "Geocaching Fieber" aus und ab da sollte man sich ein GPS-Gerät oder Smartphone mit GPS zulegen.

Die bekanntesten Hersteller für Outdoor GPS-Geräte sind Garmin, Magellan und Falk. Alle drei bieten Geräte in verschiedenen Preisklassen an, vom Einsteigermodell bis zum High-End Produkt. Apps für Smartphones gibt es sowohl für Android, IOS, Windows Mobile in kostenlosen und kostenpflichtigen Varianten.

Einen Bleistift, Kugelschreiber oder Stempel

Wer hat das nicht schon einmal erlebt, man will unterwegs noch ein oder zwei Geocaches mitnehmen und an der Dose stellt man fest, mist, keinen Stift dabei! So ein Ärgernis! Darum gehört ein Bleistift oder Kugelschreiber zu der Basisausstattung eines Geocachers, da nicht in jedem Geocacheversteck ein Stift zu finden ist oder einfach keiner rein gepasst hat (wie beispielsweise bei Nano-Geocaches).

Sehr beliebt und immer häufiger in Logbüchern anzutreffen, sind Stempel-Logs. Geocaching-Stempel lassen sich schnell und einfach zum Loggen verwenden. Für Nanos und größeren Logbücher empfehlen wir jedoch auf dem Stempel zu verzichten. Für kleine Nano-Logstreifen ist kein Platz zum Stempeln und bei größeren Logbüchern ab DIN A7 ist es schöner, wenn man noch ein paar Zeilen und einen netten Gruß, als nur ein Stempel-Log, hinterlässt. Als Owner eines Geocaches freut man sich sehr, wenn der Finder sich ausführlich und vielleicht sogar mit einer kleinen Anekdote für den schönen Cache bedankt.

Notitzblock

Unerlässlich für viele Mysteries und Multicaches. Gerade hier heißt es, Informationen sammeln, Formeln aufstellen und Koordinaten ausrechnen. Man kann hierfür natürlich auch das Smartphone zücken, aber mit Stift und Papier geht es meistens schneller und ist gerade bei größeren Touren effizienter.

Taschenrechner oder Smartphon - App

Rätsel- und Multicaches erfordern nicht selten das Lösen mathematischer Gleichungen. Einen Taschenrechner oder ein Smartphone ist hierbei eine große Hilfe, sollte man nicht gerade Einstein sein. Für das Smartphone gibt es zudem viele nützliche Tools die einen Geocacher das Cacherleben erleichtern. Für fast jeden Bedarf gibt es eine App. Egal ob dechiffrieren, Umwandeln von Zahlensystemen oder das Rechnen mit wissenschaftlichen Konstanten.

Taschenmesser oder Mulitool

Ein Taschenmesser oder ein Multitool gehört in jedem Outdoor-Rucksack. Ob Geocaching oder Wandern, ein Messer, ein Flaschenöffner, ein Schraubendreher oder auch die Nagelfeile wird immer wieder mal benötigt. Geocaches mit elektronischen Stationen oder entsprechend getarnten Zwischenstation machen es erforderlich, zum Beispiel die Verschraubung einer Klappe oder einer alten Abzweigdose zu öffnen, um an den nächsten Hinweis zu gelangen.

Des Weiteren lässt sich mit den Werkzeugen eines Multitools oft defekte Stationen ohne viel Aufwand wieder instand setzen. Das freut nicht nur die nächsten Geocacher sondern auch den Owner. Auf unseren Geocaching Touren versuchen wir auch defekte Stationen, wenigstens provisorisch, zu reparieren. Spätestens wenn man selber Geocaches gelegt hat, lernt man solch eine Geste zu schätzen.

Taschenlampe

Bei Nachtcaches oder Lost Places ein Muss. Ohne Licht lassen sich keine Reflektoren erkennen und auch keine Hinweise finden. Es gibt verschieden Lampen die Abhängig vom "Wo" und "Wie" mal mehr und mal weniger gut geeignet sind.

Für Nachtcaches in der Innenstadt ist eine kleine Taschenlampe mit geringer bis mittlerer Leuchtkraft optimal. Eine 1000 Lumen LED Taschenlampen mit einer Leuchtweite von 600 Metern ist hier eher ungeeignet und würde nur die Blick auf sich ziehen, wenn somit die Schlafzimmer der Anwohner hell erleuchtet wären.

Bei einem Nachtcache im Wald, mit dem Ziel eine Reflektorstrecke bis zum Ziel zu verfolgen, macht sich eine Leistungsstarke LED Taschenlampe hingegen sehr gut. Hier fällt es leichter die eventuell weit auseinander liegenden Reflektorpunkte zu erkennen.

Für die Suche nach Hinweisen in Gebäuden und geschlossenen Räumen, empfehlen wir eine Werkstattlampe. Diese besitzt in der Regel eine große Anzahl nebeneinander angeordneten LEDs, die für eine breit gefächerte Lichtausbeute sorgen.

Unser Tipp: Die LED Lampen der beiden großen Hersteller Fenix und Zweibrüder besitzen in der mittleren Preisklasse eine sehr gute Technik zur Leuchtstärkenregulierung, mit der sowohl in urbanen Gebieten als auch im Wald Nachtcaches gesucht werden können. Wenn ich für meine Geocaching Touren Lost Places einplane, liegt meine Werkstattlampe immer griffbereit im Kofferraum. Die bekannten Lebensmittel-Discounter haben solch eine Werkstattlampen meistens einmal im Jahr im Angebot. Der Preis ist fair und der Spaß beim Absuchen großer Räume ist riesig.

Magnethebel und Spiegel

Magnetheber & Teleskopspiegel gehören in die Ausrüstung eines Geocachers, wie der Lippenstift in die Handtasche einer Frau. Nichts ist schlimmer, wenn man den Geocache entdeckt hat, jedoch nicht ran kommt und vielleicht wieder ohne Fund sich auf dem Heimweg machen muss. Magnetheber sind in der Regel sehr dünn und lassen sich mehrere Zentimeter ausfahren um auch problemlos in schmale Öffnungen oder Röhren metallische Gegenstände erreichen zu können.

Alternativ zu einem Teleskop-Magnetheber lässt sich für viele Zwecke eine Schnur mit befestigten Magneten verwenden. Mit Hilfe eines Teleskopspiegels lassen sich typische Verstecke in Städten und an sehr muggel-lastigen Plätzen unauffälliger absuchen. Auch hier gibt es wieder verschiedenen Größen, von einen kleinen Zahnarztspiegel bis hin zu größeren Inspektionsspiegeln.

Akku

Batterien und Akkus gehören ebenfalls zur Grundausstattung eines jeden Geocachers. Man wird sich manchmal wunder, wie viele Akkus oder Batterien man während einer längeren Cache-Tour benötigt. GPS Gerät, Taschenlampe und eventuell noch eine UV-Lampe, alles benötigt Akkus bzw. Batterien in den Größen AA und AAA.

Schuhwerk und feste Kleidung

Ein Wanderer schwört auf festes und bequemes Schuhwerk. Genauso verhält es sich auch beim Geocaching. Oft ist man viele Stunden unterwegs, mal in der Stadt, mal im Wald oder auch auf einem alten verlassenen und geschichtsträchtigen Gelände. Gerade bei Gebäuden alter Industrieanlagen oder anderen Lost Places kann man schnell mal irgendwo hängen bleiben oder in irgendetwas reintreten. Hier sind die Altlags-Sneaker oder Flip-Flops fehl am Platz.

Analog zu den Schuhen sollte man auch bei der Kleidung auf den richtigen Einsatzzweck achten. Für ein paar Caches in der Innenstadt ist in der Regel keine spezielle Kleidung nötig. Für Tages-Touren, Cachen im Wald und in Lost Places ist die Vorbereitung meistens umfassender. Hier kommt leichte und funktionale Kleidung in Frage. Für viele Geocacher hat sich eine Weste mit vielen Taschen und Befestigungsmöglichkeiten als Vorteilhaft heraus kristallisiert. Somit sind die wichtigsten Utensilien immer schnell zur Hand.