Was ist Geocaching - Wie geht Geocaching


Kommt mit, lasst uns Spaß haben und gemeinsam unseren ersten Cache loggen...

Aber Achtung, die Lektüre dieser Zeilen erfolgt auf eigene Gefahr...

Du warst mit Deinem Hund im Park unterwegs und dabei hat er eine Dose mit merkwürdigem Inhalt erschnüffelt und natürlich fragst Du Dich jetzt was diese komische Tupperdose soll? Deine Freunde und Bekannte sind plötzlich nicht mehr auf Facebook oder Instagram unterwegs, sondern im Wald? Ein Kumpel hat Dir den Link zu meiner Webseite und somit zu diesem Artikel auf einen Zettel gekritzelt und Dir in die Hand gedrückt, weil Du ihn gefragt hast, wie das mit diesem „Cachen“ denn so geht? Oder hast Du etwar etwas über diese „Schatzsucher“ in der Zeitung gelesen, weil wieder einmal ein besorgter Bürger die Polizei gerufen hat? Statt Facebook willst Du nun die Realität erleben, Du möchtest einer von uns werden „Die Welt, zu Deinem Spielplatz machen“? Wie auch immer Du nun zum Geocachen gekommen bist, Hier und Jetzt ziehen wir los um Deinen ersten Cache zu finden und zu loggen. Unterwegs reden wir gemeinsam darüber und ich beantworte all Deine Fragen ( manchmal bestimmt auch mit Hilfe von „CacheWiki“) und hoffentlich wirst Du vom Virus „Geochaching“ inviziert und bekommst dadurch Lust auf ein wirklich tolles Hobby. Denn glaube mir, Du wirst einmal in Bäume steigen, hinuter in die Kanalisation abtauchen, steile Hänge und hohe Berge bezwingen und dunkle Hölen erforschen. Du wirst mit millionen Euro teuren Satelitten spielen und irgendwann vielleicht Meere ersegeln und in tiefe dunkle Seen tauchen. Jetzt jedoch, reicht uns ersteinmal der Bach. Vor allem aber wirst Du Sehenswürdigkeiten ganz in Deiner Nähe entdecken, an die Du vorher nur achtlos vorbei gelaufen wärst. Verwunschene Orte, atemberaubende Aussichten und skurrile Denkmäler kennenlernen. Mit anderen Worten: Du wirst jede Menge lernen und dabei auch noch Spaß haben. Versprochen! Ok, ersteinmal guten Tag und herzlich willkommen im Kreis von – nun ja – mittelschwer verrückten Menschen.

Was also ist Geocachen? Geocaching, abgeleitet vom griechischen γῆ, „Erde“ und englisch cache „geheimes Lager“), auf Deutsch auch GPS–Schnitzeljagd 2.0 genannt, ist eine Art elektronische Schatzsuche. Die Verstecke („Geocaches“, kurz „Caches“ werden anhand geografischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mithilfe eines GPS-Epfängers aber für den Anfang auch mit einem Smartphone gesucht werden. Mit genauen Landkarten ist die Suche alternativ auch ohne GPS-Empfänger oder Smartphone möglich. So sieht beispielsweise die Koordinate meines ersten Tradi-Cache aus: N 51º 12.647 E 008º 19.412 Manu–Cache - von mir am 10. November 2013 zusammen mit meinem Freund „GeoDerben“ geloggt. Mit einer Koordinate lässt sich jeder Punkt der Erde einen Meter genau beschreiben. GPS-Geräte benutzen diese Daten, um Dich wie eine Auto-Navigation zu einem Geocache zu lotzen. Dieser Cache ist oft eine Tupperdose, eine Filmdose oder ein Petling. Ein Petling sieht aus wie eine eingeschrumpfte Wasserflasche, ist aus Plastik und besitzt einen Schraubverschluss. Ein anderer Cacher hat diesen Behälter versteckt und die Herausforderung ist nun, ihn zu finden. Weltweit gibt es kanapp drei Millionen davon, in Deutschland ungefähr 400.000. Aber auch im All wirst Du unter den Koordinaten N 45° 57.309 E 063° 21.017 fündig. Öffne Deine Augen, denn ich bin ziehmlich sicher, in einem Umkreis von einem Kilometer um Dich herum liegen mit Sicherheit ein paar davon. Ok, genug der Einführung, denn ich merke Du bist schon ganz aufgeregt denn Du möchtest los... Also lass uns beginnen...!

Der erste Schritt: Du gehst auf das Internetportal, auf dem alle Caches beschrieben werden: www.geocaching.com. Hier musst Du nun für Dich einen Account anlegen. Zum Ausprobieren reicht ersteinmal eine kostenlose Basis-Mitgliedschaft. Gib Deine E-Mail-Adresse ein, - (meine, – rabe-abraxas-geocaching@web.de -, habe ich mir kostenlos bei www.web.de eingerichtet) -. denke Dir einen schönen Nick-Namen (Rabe Abraxas) aus und bestätige dann die ankommende Mail. Danach das weiße Feld und „Geocaches in der Nähe suchen“ anklicken und schon erscheint eine Liste mit den Caches um Dich herum.


- Bei näherer Betrachtung wird Dir jetzt auch die Einschränkung zur Kostenpflichtigen Mitgliedschaft auffallen: Manche Caches sind für zahlende Premium-Mitglieder reserviert. Darüber hinaus sind auch manche Funktionen auf der Internetseite nicht freigeschaltet – aber ich finde für den Anfang reicht die Basis-Mitgliedschaft. Solltest Du Dich doch gleich für eine Premium-Mitgliedschaft entscheiden: Die kostet im Moment in einer Aktion für ein Jahr 14,99 € und ist jederzeit kündbar.

- http://www.gocacher.de/geocaching-com-premium.../ -“

Jipppiiii, Du hast es geschafft, der nächste Cache wartet nun, nur ein paar Meter entfernt auf Dich. In der Liste siehst Du jetzt die Caches nach Entfernung geordnet. Der farbige Kreis sagt Dir, um welche Art von Caches es sich handelt – davon gibt es rund ein Dutzend unterschiedliche. Am einfachsten zu finden ist der grüne Traditional“. Hier sind die Koordinaten direkt in der Cachbeschreibung angegeben. Der orangene Kreis bezeichnet einen Multi-Cache. Im Prinzip das Gleiche, nur zieht sich hier der Weg über mehrere Koordinaten, sprich Stages, hinweg. Das können ein paar Meter sein, aber auch eine 20 Kilometer-Wanderung über Stock und Stein bedeuten. Die Details stehen alle in der Beschreibung (Listing). Das blaue Fragezeichen präsentiert Dir dagegen ein Rätsel, das Du zuerst lösen musst, um mit dem Ergebnis dann die finalen Koordinaten berechnen zu können. An der Stelle, wo die blauen Caches in der Karte eingezeichnet sind, findest Du garantiert nichts – sie sind nur „Platzhalter“. Du siehst an dieser Vielfalt: Geocaching bietet jedem etwas. Es gibt beispielsweise Cacher, die sich auf das Baumklettern spezialisieren, andere besuchen am liebsten verlassene Häuser oder Orte, die sogenannten Lost Place oder begeistern sich für Mountainbike-Touren. Die grauen Kreise die Premium-Caches für zahlende Mitglieder und werden farbig, nachdem Du Deinen Beitrag entrichtet hast. Die übrigen Cacharten lasse ich für den Anfang einmal weg, im Web findest Du zahlreiche Listen, die Dir zu Beispiel Earth Caches, Webcam-Caches oder Letter Boxen ausführlich vorstellen.

Für den Anfang wollen wir aber einen einfachen Traditional (Tradi) suchen – zum Üben und infizieren. Klick also auf einen grünen Cache in der Liste und Du siehst die ausführliche Beschreibung, das Listening. Oft erzählt der Besitzer – im Jargong Owner genannt – eine Geschichte rund um den Ort oder den Cache.

Schau Dir das Listing genau an – hier stehen viele Informationen, die Dir die Suche erheblich erleichtern. Ganz oben steht der Name des Caches, darunter der Owner - “Besitzer“ -, der ihn versteckt hat. Danach kommen zwei kleine, aber wichtige Zeilen mit Sternchen: Schwierigkeit und Gelände. Je mehr Sternchen, desto schwieriger die Suche bzw. desto herausfordernder das Gelände. Für den Anfang suchen wir uns nur einen Tradi mit MAXIMAL jeweils zwei Sternchen aus. Denn ich möchte nicht, dass Du Dich überforderst und vor lauter Frust die Flinte ins Korn wirfst.

Die Größe sagt Dir, welche Dimensionen der gesuchte Behälter aufweist. Ist er sehr klein, wie zum Beispiel eine Filmdose, dann ist das linke Kästchen Rot. Ist es eher eine große Kiste, dann ist rechts rot. Das ist aber nur ein grober Anhalt. Der kleinste gebräuchliche Cache ist ein sogenannter Nano, Durchmesser meist unter 1 cm, der lediglich einen kleinen Zettel als Logbuch enthält. Das Cacheversteck kann aber auch die Größe eines Stromverteilkasten oder Oelfass annehmen. Die Größe gibt Dir einen ersten Hinweis, nach was Du suchen sollst. Die Favoritenanzahl zeigt Dir dagegen das Urteil anderer Cacher an. Das kann eine besonders orginelle Dose sein, ein späktakuläres Versteck oder ein Geschenk. Im Umfeld von Cacher-Events werden schon mal spezielle Event-Pettis versteckt. Genau lesen und Hints nutzen. Weiter unten siehst Du eine Karte als groben Anhalt, wo sich der Cache versteckt. Links darüber findest Du den Link „Zusätzliche Hinweise“. Diese Tipps gibt es zu vielen Caches, aber nicht zu allen. Sie sind immer verschlüsselt; ein Klick aufDecryptzeigt Dir den Klartext. Hier steht dann z.B.: „Nimm Platz und genieße die Aussicht“. Noch weiter unten im Listing gibt es bei einigen Caches weitere Hilfe: in Form eines Spoilers. Ein Spoiler ist ein Foto, das Dir die Suche erleichtert. Darunter folgen die Logs: Das sind die Einträge mit denen Cacher ihren Fund dokumentieren. Haben sie ihn nicht gefunden oder ist er verschwunden, dann findest Du hier dazu auch Hinweise. Ich lese mir diese Logbuch-Einträge immer sehr genau durch (bitte auch zwischen den Zeilen lesen), denn manchmal finde ich hier auch versteckte Andeutungen zum Versteck.

Wenn Du Dir einen Cache ausgesucht hast, können wir jetzt losgehen. Sorry, da fehlt noch was? Hätte ich fast vergessen, Du brauchst noch ein GPS-Gerät, in das Du Deine Cachs eingeben musst. Das kann ein Profigerät sein und kostet neu, so ab 200,00 Euro aufwärts. Tests dazu findest Du im Internet oder natürlich hier bei mir.. Den oder die Caches überträgst Du mit der Funktion Aufs GPS- Gerät übertragen“. Danach kannst Du alle wichtigen Details mobil anschauen.


Keine Angst – Ein GPS-Gerät verträgt ein paar hundert davon. Es geht aber billiger, nämlich gebraucht bei eBay Kleinanzeigen. Ich empfehle Dir jetzt für den Anfang ersteinmal Dein Handy, denn die meisten Smartphones können mit Koordinaten umgehen. Der einzige Nachteil: Die Standortberechnungg ist nicht immer ganz so genau. Für mich hat mein Motorola G3 (den "Testbericht" findest Du auf meiner entsprechenden Seite) bis jetzt aber föllig ausgereicht. Jetzt fehlt aber noch die entsprechende App.

Für Android sind zwei Apps besonders gebräuchlich: die kostenlose und von mir mit Begeisterung benutzte c:geo und die neun Euro teure offizielle Geocaching.com App. Iphone Besitzer haben die Qual der Wahl zwischen der offiziellen App und „Looking4Cache“, die es auch in einer werbefinanzierten Light-Version gibt. Du kannst Deinen Account auch über die Apps anlegen, aber am Computer finde ich, geht es schneller und ist es übersichtlicher – da hast Du alle Details der Anmeldung wie auch des Listings auf einen Blick vor Augen. Die Handhabung der Apps ist intuitiv. Die Inhalte, die Du im Listing findest, werden hier nur auf kleinem Bildschirm in unterschiedlichen Feldern untergebracht. Du musst Dich in jedem Fall zuerst über die App bei Geocaching.com mit Deinem Konto (haben wir eben ja gemeinsam angelegt) anmelden, danach laden die Caches automatisch und es zeigt sich eine Umgebungskarte mit grünen, orangenen und blauen Punkten. Richtig erkannt – das sind die Tradis, die Multis und die Rätselcaches, genannt Mysteries. Wähle einen grünen Punkt aus (also einen Tradi, mit wenigen Schwierigkeits-Sternchen und keinem Warnhinweis in den letzten Logbuch-Einträge) und dann ab in die Natur.

Nimm Deine Familie, einen Freund oder Freundin mit. Cachen im Team macht noch mehr Spaß und viele Augen sehen mehr als zwei. Du kannst unterwegs auf dem Handy wie auch bei GPS-Geräten zwischen Kartenansicht und Kompassansicht wechseln – reine Geschmacksache. Meist ist auf den letzten Metern die Kompassansicht mit der Meterangabe hilfreicher. Bitte, Geocaching findet draußen und meist in der Natur statt. Gerade im Wald ist der kürzeste Weg selten der schnellste. Trampel also bitte nicht durchs Unterholz, das mag der Förster erfahrungsgemäß nämlich garnicht. Mache Dir bewust und besonders zu Eigen, als Geocacher die Natur zu Deiner Erholung aber auch als Dein Spielplatz zu nutzen und als Dank besonders zu pflegen. Plane Deine Route daher vorher mit der Karte, die zwei Minuten lohnen sich immer! Fast alle Caches liegen nämlich aus Naturschutzgründen nahe an einem Weg. Im Zielgebiet angekommen, geht die Suche los. Das Handy oder Navi bringt Dich bestenfalls auf fünf Meter genau ans Ziel. Die Genauigkeit ist von Deinem Gerät, dem Wetter und der Umgebung abhängig – erwarte keinen Volltreffer. Wenn es schlecht läuft, muss Du einen Radius von ca. 15 – 20 Meter absuchen. Und lass Dich nicht beirren, wenn Dich das Handy hin und her, kreuz und quer und dann wieder zurück – schickt. Das ist völlig normal – die Dose liegt meist in der Mitte. Schau Dich in aller Ruhe um, denn nur mit Ruhe und Erfahrung wirst Du Dein Ziel erreichen. Im Wald sind die üblichen Verstecke in einer Wurzel, an einem Baumstupf oder unter einem Stein. Auf freiem Feld wirst Du häufig unter Bänke oder an Schilder fündig. In der Stadt solltest Du auf jedej Fall hinter den Stromkasten oder der Plakatwand schauen. Selber habe ich mir immer die FrageFrage gestellt, wo ich denn die Dose verstecken würde? Und wie war doch gleich der Hint? Hast Du ihn dann gefunden – Jippppiiiiiiiihhhh! Dein erster – dann genieße den Augenblick und öffne den Behälter. In jedem Cache ist ein Logbuch, in das Du Dich jetzt mit dem Datum, der Uhrzeit und Deinem Nicknamen eintragen musst. Das ist der Beweis, dass Du auch wirklich vor Ort warst. Ohne Logbucheintrag gilt der Fund nicht als Fund. Deshalb musst Du auch immer einen Stift dabeihaben. In größeren Dosen findet sich normalerweise allerlei Krimskrams. Du darfst Dir etwas herausnehmen, wenn Du etwas Gleichwertiges hineinlegst. Dabei gilt: Nichts Feuchtes, keine Lebensmittel (das gilt auch für Kaugummis und Bonbons, die sich nach einigen Tagen im Freien in „Wohlgefallen“ auflösen), nichts gefährliches (Feuerzeug oder Messer) – vielleicht ist nämlich der nächste Finder ein Kind. Und dann gibt es noch Travelbugs: Das sind Gegenstände, die von Dose zu Dose reisen. Du erkennst sie an dem angehängten Metallschild. Lass die bei Deinem ersten Fund bitte in der Dose, da sie extra verbucht werden müssen. So, Dose wieder zu und genauso wieder verstecken, wie Du sie gefunden hast. G E N A U S O! Der Owner hat sich etwas zu seinem Versteck gedacht und sogenannte „Besserverstecker“ machen sich schnell unbeliebt. Herzlich Willkommen – jetzt bist Du kein „Muggel“ mehr, wie wir Cacher die Uneingeweihten leicht verächtlich nennen.

Für unsere Statistiker

Wenn Du dann nach Deinem Ausflug in die Natur heile wieder zu Hause angekommen bist, trägst Du Deinen Fund ins „Listing“ ein – entweder über die App oder am Rechner. Dazu klickst Du rechst oben auf „Logeintrag hinzufügen“. Wähle unter „Found it“, „Didn´t find it“ Schade! Aber es ist Ehrensache das Du hier nicht betrügst) oder „Write Note“ - falls Du ohne Fund etwas sagen willst.

Wie Du den Cache gefunden hast (Ich war der Verzweiflung nahe, doch endlich kein Muggel mehr), wie er Dir gefallen hat, wie das Wetter war oder ob Du danach Deinen Fund gefeiert hast. Die Logs können ganz lustig sein und sind die Belohnung für den Owner und seine Mühe. Deshalb gilt es auch als unfein, hier nur „Gefunden“, TFTC, oder andere Kurzfloskeln einzutragen. Falls der Cache beschädigt, feucht, weg oder sonst was war, trage das hier ein. Jeder Owner liest die Logs und hat dann die Möglichkeit, die Dose zu warten. Jeder Log zählt – zumindest in Deiner Statistik. Die wird automatisch geführt. Du kannst Deine eigenen Daten jederzeit einsehen. Klick oben Übersicht „Überblick“ / Statistiken. Dann siehst Du ein umfangreiches Zahlenwerk, das sich aus allen Deinen Funden berechnet und in mehrere Tabellen und Diagramme angezeigt wird. Nach jeweils zehn Funden bekommst Du automatisch einen Favoritenpunkt zur freien Verfügung. Zeichne damit in einem Deiner nächsten Logs den Cache aus, der Dir am besten gefallen hat.

Warst Du nicht erfolgreich, dann kontaktiere einfach den Owner und frage ihn nach einem Hinweis. Es ist wirklich nicht schlimm, habe ich am Anfang auch gemacht und auch jetzt noch kommet es vor das ich ab und an um Hilfe bitten muss. Jeder Besitzer (Owner) freut sich, wenn seine Caches gefunden werden und wird Dir gerne helfen.

Dazu klickst Du im Listing oben auf „Besitzer“ dann öffnet sich ein Untermenü „Über kopfaktion“ und da wählst Du „Nachricht senden“ nun wirst Du ins Nachrichten-zentrum geleitet. „Hey Rabe Abraxas, ich war heute bei Deinem Cache - Nicht gesucht und doch gefunden... - und habe ihn leider noch nicht gefunden. Hast Du vielleicht einen Tipp für mich?“ - solche Anfragen wirst Du im Laufe Deines Cacherlebens viele stellen und ich habe die Erfahrung gemacht, jeder Owner hilft gerne weiter.

Mit der Zeit wirst Du feststellen,viele Cacher kennen sich – und sie treffen sich regelmäßig zu einem Stammtisch, auf Events oder in Vereinen. Stöbere einmal durch meine Linkliste, dort wirst  Du bestimmt interessante Hinweise finden. Oder Du googelts einfach einmal Deine Region – Geocaching / Event -, oder Du suchst die Kollegen auf der Karte. Events und der Ort des Treffens sind wie ein normaler Tradi gelistet. Du erkennst sie in der Geocaching-App z.B. an dem dunkelroten Punkt, auf der Internetseite werden sie durch eine weiße Sprechblase symbolisiert.

Bei Facebook gibt es auch verschiedene Gruppen die Du auch einmal besuchen kannst. Mein Favorit hier ist Geocaching-Community-Deutschland. Anklicken, anmelden, oder hingehen und nette Leute kennenlernen. Naja, etwas verrückt sind sie schon. Aber Du gehörst jetzt schließlich auch dazu.

Denn das Leben als „Verrückter“ ist einfach nur geil!!

Nach ein paar einfachen Tradis bist Du reif für größere Projekte. Dann kannst Du entweder langsam die Schwierigkeit der gesuchten Tradis erhöhen, oder Dich an einen Multi-Cache wagen. Ein Multi besitzt mehrere Stationen, Stages genannt. Entweder sind deren Koordinaten vorgegeben – dann zeigt Dir Dein GPS die einzelnen Stationen – „Stages“ - schon auf der Karte an. Manche Multi-Caches funktionieren aber anders: Dann mußt Du an der ersten Station eine Aufgabe lösen, mit der sich dann die nächste Stage errechnen lässt. Beispiel: Rechenaufgabe im Listing plus Koordinaten. Und schon geht es weiter bis zur nächsten Station. So erreichst Du Schritt für Schritt Deinen Weg bis zur letzten Station, dem sogenannten Final, wo dann der Cache versteckt ist.

Für den Anfang schlage ich Dir vor, dass Listing auszudrucken und mitzunehmen. Dazu kannst Du in der oberen Kopfzeile eine spezielle Druckversion aufrufen. Entschlüssle vor dem Ausdruck noch den Hint, dann hast Du gleich auch den Klartexst dabei. Bitte, noch einen Rat: Alle Rechenaufgaben, Hinweise oder sonstige Aufgaben mindestens einmal nachprüfen. Selbst alte Hasen irren regelmäßig durchs Unterholz, weil sie einen Zahlendreher oder Hinweis übersehen haben. Eine besondere Spielart der Multis sind die sogenannten Nachtcaches. Die kannst Du, wie der Name schon sagt, nur Nachts finden. Und warum das? Ganz eifach: Weil Du hier Reflektoren finden musst, die sich nur zeigen, wenn Du sie mit der Taschenlampe anstrahlst. Oder weil der Owner eine Blinkboje versteckt hat, die nur nachts aktiv ist. Oder weil Du mit UV-Licht eine Zahl ablesen musst. Mehr dazu steht wie immer im Listing. Also, immer genau durchlesen!!

Nachtcaches sind meist sehr aufwendig gemacht und ein ganz besonderes Vergnügen. Bitte behandele jede Station mit Vorsicht – Gewalt ist keine Obtion. In den Caches steckt oft sehr viel Liebe, Arbeit und Geld. Rücksichtnahme ist des Cachers oberstes Gebot.

Die nächste Schwierigkeitsstufe stellen Mysteries dar. Anders als die Multi-Caches müssen Mysterie-Rätsel vorher und zuhause gelöst werden. Suche für den Anfang auch hier geziehlt einfache Caches heraus – ein oder zwei Sternchen reichen völlig. Mysteries mit vier oder fünf Sterne erfordern richtig viel Erfahrung und Ausdauer, was sich schon mal über Tage oder Wochen hinziehen kann. Der Rätselvielfalt hierbei sind  keine Grenzen gesetzt: Manchmal reicht es, das Geburtsdatum eines Politikers herauszufinden (ein Stern), bei anderen musst Du Geheimschriften entziffern, Hobbitsprache verstehen, die Länge der Landesgrenze von Polen errechnen oder Sprachen erkennen. Kommst Du nicht weiter, schreib den Owner an und bitte um Hilfe. Nach den Koordinaten fragst Du natürlich nicht – Du willst Dir ja den Spaß nicht verderben.

Mit dem GPS-Gerät in der Hand, aufsehen erregen...

Wenn Du viel unterwegs bist, wirst Du natürlich auch vielen Menschen begegnen. Und weil Du vielleicht ein Viertelstündchen um eine Hecke schleichst, wird Dich eventuell ein neugieriger Nachbar ansprechen. Es gilt als Ehrenkodex, dass wir nicht jedem Muggel erzählen, das wir nach einem Cache suchen. Der wäre dann nämlich schnell ein Opfer neugieriger Nachbarkinder oder übereifriger Hausmeister. Also leg Dir schon vorher einen Satz zurecht. In der Stadt kommt der Bausachverständige immer gut, im Wald der Pilzsammler oder Hobby-Ornithologe. Falls Dich ein Förster vertreiben will, dann bleib freundlich und sprich den Zauberspruch: „§14 Bundeswaldgesetz“. Es gibt nämlich ein allgemeines Betretungsrecht für den gesamten Wald, egal wem er gehört und auch abseits der Wege. Aber natürlich ist es für Dich selbstverständlich, dass Du Schonungen nicht betrittst, nichts niedertrampelst, Rücksicht auf das Wild nimmst und dass Du ausgewiesene Schutzzonen sorgsam meidest. Da findest Du eh keinen Cache – da passen die Owner nämlich schon auf. Auch die Polizei könnte auf Dich aufmerksam werden, wenn Du zum Beispiel einen Bahnhofscache suchst. Da gilt natürlich das Schweigegebot nicht. Die allermeisten Beamten wissen, was Geocachen ist und dass wir ein harmloses Völkchen sind.

Nun geht es ans Eingemachte: "Deine ersten eigenen Caches"...

Lass Dir Zeit und finde erst einmal ein paar Caches. Ich hatte mir 100 zum Ziel gesetzt! Erst dann hatte ich ein Auge für geeignete Verstecke, für das Einschätzen der Schwierigkeitsgrade und für eine treffende Beschreibung. Lege zuerst einen einfachen Tradi-Cache an einem Deiner Lieblingsorte. Als Behälter kannst Du eine Filmdose oder einen Petling nehmen. Wenn es größer werden soll, verwende eine sogenannte Lock & Lock-Dose mit seitlichen Befestigungslaschen. Alle anderen Tupperdosen taugen in der Regel nichts. Spätestens, wenn ein Finder so eine Dose nicht richtig verschließt, verwandelt sich Dein Logbuch in Logmatsch. Material findest Du in Deiner Küche, im Keller und für kleines Geld im Supermarkt. Natürlich kannst Du Dir die benötigten Utensilien auch in einem Geocaching-Shop bestellen. Plastiktüten haben um oder in Deinem Cache meiner Erfahrung nach nichts in einem Cache zu suchen und helfen auch langfristig auch nicht, das Logbuch trockenzuhalten. Im Gegenteil: in einer undichten Dose halten sie das Logbuch nur schön nass.

Im nächsten Schritt musst Du die Koordinaten Deines Tradi-Caches ermitteln. Generell gilt: Google Earth ist nicht genau genug, Du musst die Koordinaten schon exakt einmessen – am besten mit einem GPS-Empfänger. Denke daran: Von der Genauigkeit hängt der Spaß Deiner „Besucher“ ab. Abschließend folgt dann die offizielle Anmeldung Deines ersten Caches. Dazu gibt es bei geochachin.com ein ausführliches Formular mit vielen Hilfestellungen.

Auf der Startseite, in der Kopfzeile: Spielen/Verstecke einen Geocache anklicken. Nach erfolgter Anmeldung heist es warten: Jeder einzelne Cache wird von den sogenannten Reviewern überprüft. Das kann einige Tage dauern. Der Reviewer schaut, ob Dein Cache allen Regeln entspricht. Dazu zählt vor allem ein Mindestabstand von 161 Metern zum Nachbarcache. Eisenbahngleise, Straßen und andere gefährliche Orte sind ebenfalls tabu. Bei privaten oder öffentlichen Grundstücken brauchst Du die Erlaubnis des Besitzers. Caches dürfen nicht vergraben werden und Flora und Fauna nicht beschädit werden. Lebende Bäume anzubohren oder ein Kornfeld scheiden damit beispielsweise aus

Stimmt etwas nicht, dann meldet sich der Reviewer in dem Listing per Reviewer-Note. Das Wort des Reviewers ist Gesetz und da hilft Meckern überhaupt nicht. Wenn er einen Regelverstoß sieht, dann musst Du Deinen Cache anpassen. Dieses System hat einen guten Grund: Durch die ehrenamtliche Tätigkeit der Reviewer wird die Qualität unseres Spiels hochgehalten.

Sei fair beim Verstecken, Geocachen soll Spaß machen. Und sei Dir bewusst, dass Du mit Deinem Cache eventuell Hunderte von „Besuchern“ in das betreffende Gebiet schickst. Das hat Auswirkungen auf die Natur – aber auch auf den Sonntagnachmittag von vielen Menschen. Und spätestens dann bist Du natürlich auch Gesprächsstoff in der Community. Ein verpatzter erster Cache macht Dich nicht gerade zum Cacher des Monats. Aber wenn Du Dir ein wenig Mühe gibst, dann ist es garnicht so schwer. Wundere Dich nicht, wenn Dein Cache schon wenige Minuten nach der Veröffentlichung – dem Publish – gefunden wird. Unter Cachern ist ein Erstfund besonders beliebt. Das nennt sich FTF – First to Find – und ist mit Ruhm und Ehre verbunden. Deshalb lassen manche Cacher alles stehen und liegen und setzen sich sofort ins Auto.

Na ja, leicht verrückt eben...

Die Zukunft

Geochaching kann eine Vollzeitbeschäftigung werden – zumindest Deine ganze Freizeit ausfüllen. Es gibt Profi Cacher mit vielen tausend Funden, doch der normale Cacher , wie Du und ich, kommen im Durchschnitt auf ein paar Hundert. Aber darauf kommt es garnicht an – was zählt, ist nur unser Spaß da draußen in der Natur.

Nach dem Premium-Account wirst Du Dir vielleicht ein GPS-Gerät zulegen. Ab und an ein Event macht Dir bestimmt auch Freude. Es gibt in jeder Region auch Blogger, die mehr oder weniger aufwendige Seiten betreiben. Hier gibt es Tipps, Tratsch und generelle Hilfestellung zum Geocaching. Google, oder stöbere doch einmal durch meine "Link-Liste".

Wenn Dich jedoch der Virus gepackt hat und Du viele Caches finden möchtest, überträgst Du die Caches später nicht einzeln, sondern gesammelt in Form von GPX-Dateien auf Dein Gerät – das können dann auf einen Schlag ein paar dutzend sein. Die entsprechende Anleitung findest Du auf geocaching.com. Noch proffessioneller verwaltest Du die Listings mit dem Datenbank-Programm GSAK. Aber das ist im Moment bestimmt noch Zukunftsmusik für Dich.

 

Jetzt erst mal viel Spaß da draußen und abschließend unser inoffizieller Cachergruß:

 

 

Bis bald im Wald!